Der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) Opladen - Kurze Wege beim Umsteigen

Durch die frei werdenden Flächen im Rahmen der Gütergleisverlegung ergibt sich erstmalig die Chance, den Zentralen Omnibusbahnhof Opladen in direkter fußläufiger Verbindung zur Bahnstation neu zu organisieren. Der heute noch mehrere hundert Meter vom Bahnhof Opladen entfernte ZOB wird nach dem Bau der Europa-Allee direkt am Bahnhof Opladen, südlich von der Bahnhofsbrücke zwischen Goethestraße und Bahnhofstraße, neu errichtet. So kann ein Umsteigen der „kurzen Wege“ mit Blickkontakt zwischen Bahnhof und Busbahnhof ermöglicht werden. Der neue Busbahnhof ist Teil einer neuen Gesamtkonzeption: Hier entsteht ab Oktober 2020 ein Bahnhofsquartier mit einem Bahnhofsvorplatz, der Raum für Einzelhandel und Dienstleistungen bietet und einer Bahnhofsbrücke, die direkt in das Zentrum von Opladen weist.

Das zentrales Element des neuen ZOB ist ein komfortabler Mittelbussteig. Insgesamt werden 12 Haltestellen für Gelenkbusse an dem Mittelbussteig und an einem nördlichen und einem südlichen Bussteig errichtet, welche an Buskaps in Schrägaufstellung (Sägezahn) an- und abfahren. Die Ein- und Ausfahrt der Busse erfolgt signalgesteuert über eine zentrale Ein- und Ausfahrt an der Europa-Allee. Die Goethestraße wird bis zur Europa-Allee durchgebunden. Hier entsteht eine 13. zusätzliche Haltestelle für überlange Busse. Der gesamte Busbahnhofbereich wird mit Sitzbänken, Windschutzanlagen und Dynamischen Fahrgastanzeigern (DFI) mit Sprachansage (Text-To-Speech) sowie taktilen Elementen für eine barrierefreie Nutzung ausgestattet.

Den zentralen Mittelbussteig des neuen ZOB Opladen überdacht ein Systemdach der Bauart „Zwiesel“. Dies führt zu einer zusätzlichen Betonung der Einheit des wichtigen Verkehrsknotenpunktes Bahnhof Opladen/ZOB Opladen, da der Bahnhof Opladen ebenfalls mit diesem Dach ausgestattet ist. Aufgrund seiner hohen verkehrlichen Bedeutung für Umsteigebeziehungen der wichtigen Durchmesserlinien in Leverkusen sind für den nördlichen Bussteig entsprechend der zu erwartenden Frequentierung von ÖPNV-Nutzern, witterungsgeschützte Wartebereiche in entsprechender Größe vorgesehen.

Der neue ZOB Opladen ist ein integraler Bestandteil der Gesamtkonzeption der nbso-Westseite. Direkt angrenzend entsteht nördlich des Bahnhofsvorplatzes (Bruno-Wiefel-Platz) das Bahnhofsquartier, ein Neubauvorhaben für Einzelhandel und Dienstleistungen. In Abstimmung mit dem Sieger des Investorenauswahlverfahrens für diesen nördlichen Entwicklungsbereich (MOMENTUM/kadawittfeldarchitektur) wurden aus diesem Grund drei gestalterisch angepasste Einzelüberdachungen für den nördlichen Bussteig entwickelt.

Es wurde schließlich eine Verbindung der gestalterischen Elemente des Siegerentwurfes (auffällige geometrische Formen, Dachbegrünung) und der funktionalen Architektur des Systemdaches der Bauart „Zwiesel“ geplant. Die Dächer weisen unterschiedliche geometrische Formen und Größen auf, basieren aber auf der Systemkonstruktion eines Zwieseldaches, wie es auf dem Mittelbussteig zum Einsatz kommt. Auch das Mittelbussteigdach wird begrünt.

Der südliche Bussteig wird mit drei Wartehäuschen ausgestattet. An der langen 13ten Haltestelle des neuen ZOB am südlichen Fahrbahnrand der durchgebundenen Goethestraße ist ebenfalls ein Wartehäuschen vorgesehen. Die drei Wartehäuschen des südlichen Bussteiges werden ebenfalls begrünt.

Der neue ZOB trägt wesentlich zur Verbesserung der Mobilität innerhalb der Bahnstadt und der Opladener Innenstadt bei.  Er fügt sich darüber hinaus gestalterisch in die geplante Architektur des Bahnhofsquartiers ein. Das geschieht nicht zuletzt dadurch, dass die Gestaltung der Dächer das Thema Stadtgrün aufnimmt. 

 

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