Vielfalt im Stadtumbau. Die Bahnstadt im bundesweiten Vergleich.

Die „neue bahnstadt opladen“ im Statusbericht „Vielfalt im Stadtumbau“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Das Städtebauförder­programm Stadtumbau unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen. Der Statusbericht 2018 zeigt die Bandbrei­te der Aufgaben für den Stadtumbau, aber auch das Spektrum differenzierter und flexibler Fördermaßnahmen auf: Stadtumbau beinhaltet die Stabilisierung der Innenstädte durch ihre bau­liche Aufwertung und Stärkung der Funktions­mischung, die Sicherung und Sanierung stadt­bildprägender Gebäude, die Revitalisierung von industriellen, infrastrukturellen und militäri­schen Brachflächen, die Qualifizierung sozialer Infrastrukturen sowie die Anpassung von Wohn­siedlungen an Bevölkerungsrückgänge, Wande­rungsbewegungen und Alterung. Stadtumbau ist ebenso die Aufwertung des öffentlichen Raumes mit seinen Frei-und Spielflächen und der ver­kehrlichen Infrastruktur. Aber auch die Aktivie­rung von Eigentümern und Investoren und die Förderung von Zwischennutzungen zählen zum Aufgabenspektrum. Und nicht zuletzt gehört die Anpassung der Städte und Gemeinden an den Klimawandel zum Stadtumbau, zum Beispiel. durch eine Reduzierung der Flächeninanspruchnahme, die Entwicklung von Grünflächen und eine emis­sionsarme Siedlungsentwicklung. 

2005 begann die Stadtumbaumaßnahme „neue bahnstadt opladen“ in Leverkusen. 2008 wurde eine stadteigene Projektentwicklungsgesellschaft gegründet, die nbso GmbH. Bis 2017 sind über 17 Millionen Euro aus dem Stadtumbauprogramm in die „neue bahnstadt opladen“ investiert worden. Die Bahnstadt zählt wohl zu den größten städtebaulichen Projekten in Nordrhein-Westfallen und erhält nicht zuletzt deswegen bundesweit einen entsprechenden Stellenwert. Das neue Quartier ist auf dem besten Wege, den sozialen Zusammenhalt in Leverkusen-Opladen wieder neu zu stärken. Hier gingen 2003 letztendlich durch die Schließung des Bahnausbesserungswerk Opladen 420  Arbeitsplätze verloren und das Werksgelände fiel brach. Diese Herausforderung hat eine wirtschaftliche und soziale Wunde gerissen, die nun ökonomisch stabil, ökologisch verträglich und kulturell belebend geschlossen wird. Momentan biegt die Entwicklung in der Bahnstadt Ost in die Zielgerade ein. In Bahnstadt West beginnen gerade die verkehrlichen und freiräumlichen Arbeiten.

Im hier vorliegenden ersten Statusbericht für das gemeinsame Stadtumbauprogramm wird eine grundlegende Programmanalyse vorgenommen. Um die Umsetzung des Programms und seine Wir­kungen einzuschätzen, wurden u. a. Daten der För­derdatenbank des BBSR, die Begleitinformationen sowie das elektronische Monitoring des BBSR he­rangezogen und zielgerichtet ausgewertet. Beson­deren Raum widmet der Statusbericht der Darstel­lung der spezifischen Umsetzung des Stadtumbaus in allen 16 Ländern. Hier fließt auch der Stadtumbau in Opladen als Praxisbeispiel ein. „Die Stadtumbauförderung hat wesentlich zur Entwicklung der ´neuen bahnstadt opladen´ beigetragen, indem sie neben Planungsleistungen u.a. die Neuordnung, die Erschließung, die Anlage der öffentlichen Räume und die Sanierung von Bestandsgebäuden unterstützt hat.“ 

Quelle: Vielfalt im Stadtumbau. Statusbericht 2018. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Berlin, 2019. S. 74f

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